Geschichte

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Bereits in den 1980er Jahren fanden libanesische Forscher heraus, dass Sonnenlicht Wasser entkeimen kann. Diese bahnbrechende Entdeckung erhielt jedoch nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Es fehlten zudem systematische wissenschaftliche Studien und Anpassungen bezüglich der konkreten Anwendung. Die Eawag, das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, entschied sich daher in den 1990er Jahren dazu, die Idee aufzunehmen und zu einer einfachen und sicheren Methode weiter zu entwickeln, die in Entwicklungsländern eingesetzt werden kann.

Ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Mikrobiologen, Virologen, Ingenieuren und Trinkwasserspezialisten entwickelte darauf eine Methode, welche nur PET-Flaschen und Sonnenlicht benötigt: die SODIS-Methode. Die Eawag testete die Wirksamkeit und Anwendbarkeit dieser Methode im Labor und unter Feldbedingungen in Entwicklungsländern. Bei diesen Tests überzeugte die SODIS-Methode in der Effektivität, der Benutzerfreundlichkeit und der Kosteneffizienz.

Renommierte Forschungsinstitute wie das Royal College of Surgeons, Irland, oder  die Universität von Upsala, Schweden untersuchten die SODIS-Methode ebenfalls. Ihre Studien bestätigten die entkeimende Wirkung der Methode und ihren positiven Effekt auf die Gesundheit. Daneben führte die Eawag Forschungsprojekte durch, die sich mit der Mikrobiologie befassten, Gesundheitsaspekte und Ausbildungsstrategien untersuchten und Fragen zu PET-Flaschen prüften.

Um die Methode jenen Menschen zur Verfügung zu stellen, welche sie am dringendsten brauchen, startete die Eawag im Jahr 2001 mit der Umsetzung von Projekten, die in mehr als 25 Entwicklungsländern umgesetzt wurden. 2011 vereinbarten Eawag und die Schweizerische NGO Helvetas Swiss Intercooperation eine Partnerschaft mit Ziel die Promotion der SODIS-Methode gemeinsam zu fördern. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden die Projekte zur Förderung von Trinkwasserbehandlung auf Haushaltebene im allgemeinen und der SODIS-Methode im speziellen von Helvetas umgesetzt.








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Letzte Änderung: 13.01.2015