Afrika

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A. Titel: SODIS und HWTS-Promotion in Benin

B. Kürzel/Projektnummer, Originaltitel: Sodis Benin 13-15 H, 1111.14.1.2

C. Land: Benin

D. Ausgangslage: In der Projektregion im Norden Benins ist der Zugang zu sauberem, sicherem Trinkwasser noch immer ein Problem. Kinder leiden unter regelmässigen Durchfallerkrankungen und die Kindersterblichkeit übersteigt den nationalen Durchschnitt. HELVETAS ist durch den Bau von verbesserten Wasserinfrastruktur bereits in der Region aktiv. Die Bedingungen, um einen Brunnen bauen oder diesen verbessern zu können, sind aber nicht in jedem Dorf gegeben. Um diesen Dörfern eine Alternative zu bieten, sollen Methoden zur Wasserbehandlung auf Haushaltsebene eingeführt werden.

Vorgehen/Ansatz: Wie bereits in anderen Partnerländern führt Helvetas seit 2011 die SODIS-Methode ein. Diese ermöglicht Wasserdesinfektion auf Haushaltsebene. Das schmutzige Wasser wird in transparente PET-Flaschen gefüllt und während mindestens sechs Stunden direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt. Die UV-Strahlen töten die Krankheitserreger im Wasser ab. Zusätzlich werden Methoden wie die Chlorierung und das Abkochen von Wasser verbreitet. Dabei wird auch grossen Wert auf Hygieneerziehung gelegt, wie zum Beispiel das Händewaschen. Vor Ort wird eng mit den Gemeinden und den Gesundheitszentren zusammengearbeitet. Lokales Gesundheitspersonal und Promotoren sensibilisieren die Dorfbevölkerung vor Ort. Die Versorgung der Bevölkerung mit PET Flaschen und Chlortabletten durch lokale Kleinunternehmer wird zusätzlich aufgebaut. Durch den Einbezug der Lokalregierungen und den staatlichen Fachdienste werden die gesammelten Erfahrungen auf nationaler Ebene eingebracht.

E. Übergeordnetes Projektziel, Zielgruppe/Begünstigte: Durch die Verbesserung des Trinkwassers die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung zu steigern

F. Erwartete/angestrebte Resultate:
 Verbesserter Zugang der lokalen Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser durch die Verbreitung von SODIS- und anderer Methoden zur Behandlung von Trinkwasser auf Haushaltsebene. Verbreitung der SODIS-Methode in den Schulen und Gesundheitszentren im Projektgebiet. Anerkennung von SODIS und anderer Methoden zur Behandlung des Trinkwassers auf Haushaltsebene. Die Projekt ermöglicht 66‘000 Personen in 4000 Haushalten, 38 Schulen und 10 Gesundheitszentren den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mindestens zwei der Methoden sollen in den strategischen Dokumenten zu Wasser und Gesundheit der Regierung aufgenommen werden.

G. Risiken, Herausforderungen: Die grösste Herausforderung ist es, eine langfriste Verhaltensänderung bezüglich des Hygieneverhaltens zu erreichen. Eine weitere Herausforderung ist es, die Gemeinden dazu zu bringen, die Verantwortung für Hygieneaktivitäten und Wasserbehandlung auf der Ebene der Haushalte zu übernehmen. Diese Verantwortung hat im Vergleich zur Wasserinfrastruktur oft einen geringeren Stellenwert.

H. Projektpartner: Im Norden des Landes wird mit der langjährigen, lokalen Partner NGO „Erad“ zusammengearbeitet. Im Süden ist der Partner die Vereinigung der Trinkwasserkonsumenten. In beiden Projektregionen wird eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden angestrebt, da sie für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung zuständig sind.

I. Projektdauer: 01.01.2013 – 31.12.2015








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Letzte Änderung: 19.12.2014