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Seit 2004 engagieren wir uns zusammen mit der kenyanische Nichtregierungsorganisation KWAHO für die Ausbildung der Bewohner im Kibera Slum. Kibera, im Südwesten von Nairobi liegend, ist mit rund einer Million Bewohnern der grösste Slum Afrikas. Da die Siedlung illegal ist, gibt es im Slum kaum Infrastrukturen. Fliessendes Wasser, Abfall- und Abwasserentsorgung und sanitäre Anlagen fehlen daher weitgehend. Für enorm überhöhte Preise müssen die Slumbewohner ihr Wasser an sogenannten „Wasserkiosks“ kaufen. Sie zahlen häufig das 10-fache für den Liter Wasser als von der Stadt versorgten Bewohner der Nobelquartiere. Ausserdem ist das gelieferte Wasser meistens von zweifelhafter Qualität. Auf den Wegen häufen sich der Abfall und Fäkalien. In Workshops und bei Haushaltsbesuchen, sensibilisieren wir die Slumbewohner für hygienisches Verhalten und bilden sie im Abfallmanagement und der Anwendung der SODIS-Methode aus. Rund 30% der ausgebildeten Haushalte wenden die SODIS-Methode nachhaltig zur Behandlung ihres Trinkwassers an und zeigen auch eine verbesserte Hygiene im Haushalt. 2006 zeigte eine wissenschaftliche Projektevaluation, dass 16% der Kleinkinder von Familien, welche ihr Wasser mit der SODIS-Methode behandeln, Durchfall hatten, während bei Familien, die SODIS nicht anwandten, beinahe 70% der Kleinkinder Durchfall hatten. Im letzten Jahr hat KWAHO die SODIS Promotion ausgedehnt auf das Nyalenda Slum der Stadt Kisumu im Nordwesten Kenyas und mit der Unterstützung Unicefs wird die ländliche Bevölkerung in Wajir, im Norden Kenyas, ausgebildet. |
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Mise à jour: 12.10.2009 |