Forschungsprojekt: Durchführung und Resultate

Forschungsprojekt: Durchführung und Resultate

Im Oktober 2007 starteten wir das von den Lions finanzierte SODIS Projekt in Hopley Farm und Epworth, um der Bevölkerung eine Möglichkeit zur Behandlung ihres Trinkwassers zu bieten.

Strategie des Projektes und Vorgehen

Um Promotionsstrategien in ihren Auswirkungen miteinander vergleichen zu können, teilten die Forscher die Projektgebiete auf und wendeten in jedem Sub-Gebiet andere Strategien an. Sie implementierten 5 verschiedene Promotionsstrategien über 21 Monate hinweg und untersuchten sie auf ihre Wirksamkeit. Ausser den ersten zwei, allgemeinen, Strategien waren alle weiteren Strategien auf die Situation und die jeweiligen Bedürfnisse und Charakteristika eines Sub-Gebietes angepasst. Wenn beispielweise das Wissen über Krankheitsübertragung durch verschmutztes Wasser noch nicht sehr gut war, gab es eine entsprechende Strategie, um dieses Wissen zu erhöhen. War es ein Problem, dass viele Teilnehmer aus einem Sub-Gebiet oft vergassen, die SODIS-Methode anzuwenden, kamen gewohnheitsbildende Strategien wie Erinnerungshilfen zum Einsatz.

Resultate

Die Analyse der Promotionsstrategien hat gezeigt, dass ein Informationsevent alleine lediglich eine Erfolgsquote von ca. 10% SODIS Nutzern hat. Durch die Arbeit mit motivierten und geachteten Promotoren stiegen diese Zahl innerhalb von zwei Monaten Promotion auf über 90% regelmässige Nutzer. In anderen Gegenden, in denen die Forscher eine „Weitergebeaufgabe“ benutzten (einige wenige Promotoren motivieren die Bevölkerung mit Hilfe von Gutscheinen für Flaschen, die SODIS-Methode weiter zu erzählen an andere), wurden nur etwa 30% zu regelmässigen Nutzern. Dies zeigt, wie wichtig die engagierte Arbeit von Promotoren für die erfolgreiche Verbreitung der SODIS-Methode ist. Aber auch Erinnerungshilfen spielen eine wichtige Rolle dabei, die regelmässige Anwendung der SODIS-Methode zu stärken und Gewohnheiten zu bilden, d.h. die Nutzer „bei der Stange zu halten“. In einem anderen Gebiet hat die Vermittlung von Hintergrundwissen eine grosse Zahl an unregelmässigen Nutzern hervorgerufen. Hier muss also noch geholfen werden, um die SODIS-Methode zur Gewohnheit zu machen.

Unterdessen nutzen rund 100 000 Menschen in den Slums von Epworth und Hopley Farm die SODIS-Methode. Eine Selbstverbreitung der SODIS-Methode über die aktiven Interventionszentren hinaus kann festgestellt werden. Die regelmässige Anwendung der Methode liegt zwischen 10% und mehr als 90% je nach Promotionsstrategie. Ein Grossteil der Befragten gibt zum jetzigen Zeitpunkt an, die SODIS-Methode sei eine Gewohnheit für sie, sei sehr wichtig für sie und mache sie gesünder.

Schwierigkeiten und Lösungen

1) Die politisch und wirtschaftlich instabile Situation erschwert und verzögert die Promotion, erhöht aber auch die Notwendigkeit für eine Wasserbehandlungsmethode wie die SODIS-Methode.

2) Am Anfang des Projektes gab die Bevölkerung oft die schlechte Verfügbarkeit von Flaschen als Grund an, warum sie die SODIS-Methode nicht anwenden können. Um die Versorgung mit PET-Flaschen zu verbessern, bauten wir im Projektgebiet 5 Flaschenzentren auf. In den ersten Monaten des Projektes subventionierte das Projekt das Flaschenzentrum. Nachdem die Nachfrage nach Flaschen jedoch gestiegen ist und die Leiter der Flaschenzentren ein Training in den Grundlagen der Geschäftsführung erhalten haben, funktionieren die Flaschenzentren unabhängig.

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