Indien

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Landesstatistik
  • Bevölkerung: 1100 Mio.
  • Menschen ohne verbesserte Trinkwasserversorgung: 121 Mio.
  • Kindersterblichkeit: 7.2%
Quelle: United Nations Statistics Division
Projekt
  • Projektstart 2002
  • Ausbildung durch Selbsthilfegruppen, NGOs, Universitäten
  • 275’000 Anwender

Zur Verbreitung der SODIS-Methode in Indien unterstützen wir Projekte in drei verschiedene Regionen: Tamil Nadu, Nordost-Indien und Dehli

In Indien hat eine unvorstellbare Zahl von 121 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser. Das Trinkwasser für Bewohner der Slums in Grossstädten wird zum Teil mit Lastwagen herbeigeführt und in grossen Tanks gespeichert. Dieses Wasser ist oft von sehr schlechter Qualität. Verschiedene Systeme zur Behandlung von Trinkwasser auf Haushaltsebene sind in Indien kommerziell verfügbar - etwa kombinierte Anlagen zur Filtrierung und Chlorierung des Wassers. Für ärmere Bevölkerungsschichten sind diese Systeme aber unerschwinglich. Die SODIS-Methode ist eine wirkungsvolle Alternative, und könnte den Konsum von verschmutztem Wasser in Indien massiv reduzieren.

Tamil Nadu

Das Projekt in Tamil Nadu startete in 2002 als eines der ersten SODIS Projekte in Asien. Die lokale Partnerorganisation, LEAD (League for Education and Development) nutzte ihr weites Netzwerk von Selbsthilfegruppen zur Verbreitung der SODIS-Methode im ländlichen Gebiet um Tiruchirappalli. Die Mitglieder dieser Frauengruppen erhalten eine Ausbildung in der Anwendung der SODIS-Methode. Föderationen von Selbsthilfegruppen stellen sicher, dass immer genügend Flaschen vorhanden sind. Damit dieses Konzept selbsttragend (also ohne externe Hilfe) funktionieren kann, generieren die SODIS Promotoren inzwischen ein zusätzliches Einkommen durch den Verkauf von Seife und Beratung bei der Konstruktion von Latrinen.

Ab 2005 haben wir die Verbreitung der SODIS-Methode auf Slumgebiete in Chennai (früher Madras) ausgedehnt. Die Ausbildung von Familien erfolgt durch lokale NGOs. Im Verlauf der letzten Monate vertieften wir die Kontakte zu Regierungsstellen auf staatlicher Ebene. Im nächsten Jahr bildet LEAD Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums und der für die Slums zuständigen Behörden aus. Ausserdem haben wir in Zusammenarbeit mit dem Indian Institute of Technology eine Studie durchgeführt, welche die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Verwendung von PET-Flaschen für SODIS bestätigte.

Insgesamt hat das Projekt bisher 100'000 Familien erreicht, rund die Hälfte haben SODIS zur Behandlung ihres Trinkwassers übernommen.

Nordost-Indien

Zusammen mit der Universität von Assam haben wir 2003 damit begonnen, die SODIS-Methode in Nordost-Indien zu verbreiten. Durch diesen Kanal erhielten bereits 60'000 Haushalte eine Ausbildung.

Im Westbengalen setzt sich das Women’s Studies Research Center (WSRC) seit 2008 erfolgreich für die Verbreitung von SODIS ein. Die Promotionsaktivitäten konzentrieren sich momentan auf vier Gebiete im ländlichen und städtischen Gebiet. WSRC hat kürzlich eine Vereinbarung mit dem Gesundheitsministerium der Westbengalen für eine noch engere Zusammenarbeit unterzeichnet. Von dieser Zusammenarbeit erwarten wir eine raschere Verbreitung des Wissens über SODIS und andere Methoden zur Wasserbehandlung auf Haushaltsebene in West Bengalen und in ganz Nordost-Indien.

Delhi

Im August 2009 startete ein neues SODIS Projekt in Indiens Hauptstadt Delhi. Ziel dieses Projekt ist es, die Vorteile der SODIS-Methode auch in diesem Landesteil bekannt zu machen.

Advocacy und gezielte Überzeugungsarbeit spielte in diesem Projekt von Beginn weg eine entscheidende Rolle. Das Projekt wird zunächst 10000 Haushalte in 20 Slums ausbilden. Durch die gezielte Entwicklung von SODIS-Produkten (z.B. spezielle Behälter für SODIS, billige UV-Sensoren) versucht das Projekt ausserdem, den Privatsektor stärker in der Verbreitung der SODIS-Methode einzubinden.

Lokale Partnerorganisation

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Mise à jour: 01.12.2010
 
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