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BolivienBolivien
Seit dem Jahr 2001 ist die Fundación SODIS daran, die SODIS-Methode in Bolivien zu verbreiten. Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas – und zugleich das Land mit der tiefsten Abdeckung von Basisinfrastruktur wie Elektrizität, Trink- und Abwasser. Nach erfolgreichen Pilotprojekten in der Region von Cochabamba begann die Institution zuerst mit kleinen, lokalen NGOs die Methode populär zu machen. Trotz sehr grosser kultureller Unterschiede zwischen den Gemeinden im Hoch- und Tiefland hat die Fundacion SODIS Wege gefunden, um die Menschen in diesen Gebieten für die schwierigen Themen wie Durchfall und Hygiene zu sensibilisieren. Inzwischen anerkennen alle grösseren NGOs im Gesundheits- und Wassersektor in Bolivien die SODIS-Methode als wertvolle Ergänzung zu ihren herkömmlichen Interventionen und haben die Methode in ihre Programme eingebaut - und auch das Gesundheitsministerium unterstützt die Verbreitung der SODIS-Methode. Dadurch hat die Methode eine erste grosse Hürde überwunden. Nun gilt es, diesen Erfolg zu Nutzen. Denn immer noch gibt es tausende von Familien, welche die SODIS-Methode nicht kennen. Daher braucht es weitere Informationskampagnen sowie ein grosse Zahl von lokalen Promotoren, welche die Familien besuchen und sicherstellen, dass diese die theoretischen Kenntnisse korrekt in die Praxis umsetzten. In neueren Projekten legten wir die Arbeit in Schulen als Schwerpunkt fest. Zwischen 2008 und 2010 setzten wir gemeinsam mit unseren lokalen Partnern in mehr als 200 Schulen SODIS-Projekte um, oft auch unter Einbezug von Hygiene- und Sanitär-Aspekten. Im 2011 entwickeln die Fundación SODIS und die Eawag ein Handbuch speziell für Schulen. Geplant ist, dieses anschliessend in 40 Schulen der Gemeinde Tiquipaya einzusetzen. Die Schule ist ein idealer Ort, um Wissen zu vermitteln und neue Verhaltensformen einzuüben. Via spezifische Informationskampagnen beziehen wir die Eltern mit ein, damit auch in den Familien sauberes Wasser getrunken wird. |
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Last update: 18.10.2011 |