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HondurasHonduras
Honduras hat die grösste Zahl an Leuten ohne Zugang zu verbesserter Trinkwasserversorgung in Zentralamerika. Ein Grossteil der Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Fischerei, aber die stark schwankenden und stetig sinkenden Preise für die meisten Produkte (Kaffee, Zucker, Bohnen, Mais) treibt jedes Jahr tausende von Leuten vom Land in die Städte. Diese oft jungen Menschen siedeln sich an den Stadträndern an, oft in informellen Siedlungen, wo es weder Trinkwassersysteme noch eine sanitäre Grundversorgung gibt. Diese Situation ist auch typisch in der Hauptstadt Tegucigalpa – die Einwohnerzahl hat sich in den letzten 30 Jahren verdreifacht. Dies führt unter anderem zu einem enormen Druck auf die bestehende Infrastruktur, von Abfallentsorgung zum Transport. Die Kapazität der lokalen Institutionen reicht nicht aus, um diese Systeme zu unterhalten oder gar auszubauen. Daher müssen sich die Neuzugezogene selber zu helfen wissen und haben z.B. in vielen Orten angefangen, eigene kleine Wasser-Reservoirs zu bauen, welche mit Tanklastwagen gefüllt werden können. In diesem Projekt haben sich die Fundación SODIS und die städtische Wasserversorgung zusammengeschlossen, um die Qualität des Trinkwassers in den neuen, informellen Quartieren der Hauptstadt zu verbessern. Die Nachbarschafts-Vereine sind der Angelpunkt: sie bilden die lokalen Wasser-Komitees, bilden die Familien aus und stellen auch sicher, dass diese die vermittelten Kenntnisse korrekt anwenden. Zudem bilden sie die Lehrer aus, damit die Kinder auch in den Schulen sauberes Wasser konsumieren. Das Projekt hilft 9 000 Familien, zu besserem Trinkwasser zu kommen. |
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Last update: 17.02.2010 |